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Kinder als Pflegende und Au-pairs als mobile Arbeitskräfte: Der Abend beleuchtet zwei Seiten von Fürsorge. Es geht um Verantwortung, Geschlecht und die Frage, warum Care-Arbeit oft wenig gesehen wird.
Wer kümmert sich um die Kinder, die sich kümmern?
Tonina Liriel Aurel
(Universitätsassistentin (Post-Doc) am Arbeitsbereich für Empirische Pädagogik, Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien)
Was passiert, wenn Kinder plötzlich Aufgaben übernehmen, die eigentlich Erwachsene tragen? Wenn ein Elternteil chronisch (psychisch) erkrankt ist, werden manche Kinder zu sogenannten “Young Carers”. Sie kochen, kümmern sich um Geschwister oder sorgen sich um ihre Eltern. Das kann stark machen – aber auch belasten und Schulerfahrungen, Freundschaften und die Zukunft prägen. In meiner Forschung untersuche ich besonders Kinder psychisch erkrankter Eltern: wie Care-Verantwortung ihren Alltag und ihre Bildungswege prägt – und warum diese oft unsichtbare Gruppe dringend mehr Aufmerksamkeit braucht.
„Foreign Girls be warned!“: Au-Pair als umstrittenes Massenphänomen im 20. Jahrhundert
Katharina Stornig
(Universitätsprofessorin am Institut für Geschichte)
Au-pair-Aufenthalte werden seit mehr als hundert Jahren von jungen Menschen und insbesondere jungen Frauen genutzt, um für einige Zeit selbstständig im Ausland zu leben. Doch während Au-Pair in Zentral- und Westeuropa seit ca. 1900 bekannt ist und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem europäischen und letztlich globalen Phänomen wurde, waren es stets auch umstritten. Woher kommt also diese Form der Mobilität, warum galt (und gilt) sie als ‚weiblich‘, wie wurde sie zu einem Massenphänomen und woran entzündeten sich Kontroversen?
© die Mitwirkenden OpenStreetMap
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